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Mercer Holz setzt neu entwickelte Rundholzwaggons ein

11.08.2016 | MH News

Nach zweijähriger Entwicklungs- und Bauphase kann Mercer Holz heute den ersten Zug bestehend aus neuartigen Rundholzwaggons ins Zellstoffwerk in Arneburg einfahren lassen.

Rangierlokführer Dirk Lawrenz fährt den ersten Zug bestehend aus den neuen Rundholzwaggons ins Zellstoffwerk ein.

Mitarbeiter von Zellstoff Stendal, von Mercer Holz und der Transwaggon aus Hamburg, u.a. Carsten Schiering, Geschäftsführer Transwaggon (5.v.li.), Wolfgang Beck, Geschäftsführer Mercer Holz und André Listemann, Geschäftsführer Zellstoff Stendal (links daneben).

Die Mercer Holz, Tochtergesellschaft der Zellstoff Stendal, versorgt das Zellstoffwerk mit mehr als 3 Mio. Festmeter Holz jährlich. Seit dem 11. August 2016 wird das Rundholz mit neuen, effizienteren und umweltfreundlicheren Waggons geliefert. I Bild (v.l.n.r) Carsten Schiering, Transwaggon GmbH, Wolfgang Beck, Geschäftsführer Mercer Holz, Wolfgang Köhler, Abteilungsleiter Rundholzlogistik

Arneburg, 11. August 2016 - Nach zweijähriger Entwicklungs- und Bauphase kann Mercer Holz heute den ersten Zug bestehend aus neuartigen Rundholzwaggons ins Zellstoffwerk in Arneburg einfahren lassen.

Durch die neue Konstruktion können die Waggons erheblich effizienter eingesetzt werden. Nutzlast und Nutzvolumen gegenüber herkömmlichen Waggons wurden deutlich verbessert.
 
200 Waggons wurden gebaut und durch Mercer Holz von der Transwaggon GmbH für die nächsten 12 Jahre angemietet.

Zellstoff Stendals Geschäftsführer André Listemann sagt dazu: „Diese Maßnahme steht exemplarisch für unsere ständigen Bemühungen, unsere Prozesse zu optimieren und gleichzeitig Auswirkungen auf die Umwelt geringer werden zu lassen.“

Mehr Holz pro Zug

Eine neue Rungenform erlaubt es, deutlich größere Holzstöße zu laden, die zudem enger zusammen liegen. „Wir können mehr Holz pro Zug bewegen, da quasi weniger Luft transportiert wird“, erklärt Jürgen Köhler, Abteilungsleiter Holzlogistik bei der Mercer Holz. „Durch die höhere Zuladung der neuen Waggons kann pro Zug ein Äquivalent von etwa 22 LKW-Ladungen auf der Schiene anstatt auf der Straße transportiert werden.“

Auf Stirnwände an den Rundholzwaggons wurde verzichtet, was sie leichter macht und den Energieverbrauch erheblich reduziert. Und auch das schafft Platz für mehr Ladung.

Eine zukünftig integrierte Ladungs- und Stoßanzeige verhindert die Überladung der Waggons. Das erhöht die Sicherheit im Schienenverkehr und beugt Beschädigung an den Wagen vor.

Auch in ein neues Bremssystem wurde investiert. Das ist erheblich leiser und mindert merklich die Lärmemissionen. Der positive Nebeneffekt: Auf Grund der geringeren Lärmemissionen verlangt die DB Netz geringere Trassenbenutzungs¬kosten.

 „Mitarbeiter der Zellstoff Stendal, der Mercer Holz und unseres Mutterkonzerns Mercer International, aber auch Waggonvermieter und Waggonbauer waren in die lange und intensive Entwicklungsarbeit involviert. Wir gratulieren allen Beteiligten zum erfolgreichen Abschluss dieses Projektes und wünschen‚ immer ein Stück Schiene unterm Rad‘“, sagt der Geschäftsführer der Mercer Holz Wolfgang Beck zum Abschluss.


Über Mercer Holz

Die Mercer Holz versorgt die beiden Mercer Zellstoffwerke in Arneburg und Blankenstein mit mehr als 5 Mio. Festmetern Holz pro Jahr, über 3 Mio. Festmeter sind allein für Zellstoff Stendal bestimmt. Rund 50 % des Rundholzes werden per Bahn transportiert, der Rest gelangt per LKW ins Werk.


Weitere Details zu den neuen Waggons

Die neuen Waggons sind so gebaut, dass der Transport von zwei bis sechs Meter langem Holz möglich ist. Bisher war man beschränkt auf 3 Meter Stämme.
Bei gleicher Zuglänge von 540 Metern konnten bislang 1.200 Festmeter (Fm)  transportiert werden. Nunmehr sind es 1.880 Fm.